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Lebensraum:

Auch wenn sie dem Wald ihren Namen verdankt, lebt die Waldmaus nur selten im Wald. Das liegt daran, dass sich dort bereits eine andere Maus ausgebreitet hat: Die Gelbhalsmaus. Deshalb hat sich die Waldmaus an die Waldränder zurückgezogen. Sie lebt aber auch auf Äckern, in Hecken, an Gräben und Gewässern sowie in Parks und Gärten. Im Winter sieht man die Waldmaus auch in Gebäuden. Denn dort findet sie immer irgendwo etwas zu fressen.

Merkmale und Aussehen:


Die Waldmaus ist etwas größer als die gewöhnliche Hausmaus. Sie wiegt zwischen 15 und 30 Gramm. Das ist soviel wie das Gewicht von zwei bis drei Walnüssen. Das Fell ist auf der Oberseite gelb- bis braungrau, bei älteren Tieren rotbraun. Die Unterseite ist weißlich.

Die Augen der Waldmaus stehen auffällig hervor, trotzdem kann sie nicht sehr gut sehen. Mit ihren großen Ohren kann sie dafür aber gut hören. An ihrer Schnauze wachsen dicke Haare. Ähnlich wie die Katze kann die Waldmaus mit diesen Schnurrhaaren tasten.

Waldmäuse sind sehr flink. Sie können gut klettern, laufen, springen und schwimmen. Eine Waldmaus ist in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Die vier Zehen der Vorderpfoten sind mit Krallen besetzt. An dem Daumen befindet sich ein Nagel. Damit kann die Waldmaus ihre Nahrung beim Fressen gut festhalten.

Ernährung:


Die Waldmaus ist ein Nagetier. Sie ist ein Allesfresser und ernährt sich somit von Pflanzen und Tieren. Samen, Früchte und Knospen, aber auch Insekten und anderen wirbellose Tiere stehen auf ihrem Speiseplan. Aber auch die Waldmaus selbst kann zur Beute werden. Ihre Fressfeinde sind Hauskatzen, Rotfüchse, Marder, Iltisse, verschiedene Schlangenarten, Greifvögel und Eulen.

Lebensweise:


Zum Schutz für sich und ihren Nachwuchs bauen Waldmäuse sich unter der Erde einen Bau. Er besteht aus einem Nest und einer Vorratskammer für den Winter. Es gibt einen Ein- und einen Ausgang. Die Nestkammern werden gut ausgepolstert, denn dort kommen die Jungen zur Welt. Die Weibchen bekommen vom Frühjahr bis zum Herbst drei bis vier Mal Junge. Es sind meistens fünf kleine Mäuschen. Bei der Geburt sind sie blind und haben noch keine Haare. Nur die Barthaare und die Nagezähne sind schon vorhanden. Die Augen öffnen sie erst nach etwa zwei Wochen.

Mäuse sind Nesthocker. Sie werden so lange von der Mutter gesäugt und gepflegt, bis sie allein zurechtkommen. Das kann drei bis vier Wochen dauern. Aber noch im selben Sommer sind sie geschlechtsreif und können selbst Nachwuchs bekommen. Waldmäuse werden zwei bis drei Jahre alt. Sie gehören zu den häufigsten Säugerarten Europas und sind nicht vom Aussterben bedroht.

Textquelle: https://www.lernspass-fuer-kinder.de/themen-uebersicht/hsu/natur-und-geographie/natur/tiere/die-waldmaus/ vom 20.01.2020, 20:15 Uhr